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Münster: Rettungskräfte erhalten neues Ausbildungszentrum

09. Oktober 2026

Foto: Feuerwehr Münster

Münster (MS) – Die komplette Aus- und Fortbildung für die Bereiche Bevölkerungsschutz, Feuerwehr und Rettungsdienst erfolgt künftig in Münster im Gewerbegebiet Höltenweg. Auf dem Gelände und in den Hallen der ehemaligen Coca-Cola-Werke führen Berufs- und Freiwillige Feuerwehr bereits seit dem 1. Juli praktische Übungen durch.

Der Stadtrat hatte im Mai 2025 beschlossen, die Suche nach einem geeigneten Standort anzugehen. „In Abhängigkeit von den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln soll das neue Aus- und Fortbildungszentrum am Kesslerweg in den nächsten Jahren so ertüchtigt werden, dass die komplette Aus- und Fortbildung für die Bereiche Bevölkerungsschutz, Feuerwehr und Rettungsdienst an dem neuen Standort durchgeführt werden kann“, erläutert Martin Fallbrock, Abteilungsleiter Aus- und Fortbildung im Amt für Bevölkerungsschutz, Feuerwehr und Rettungsdienst.

Für den Standort sprach die zentrale Lage mit guter Verkehrsanbindung und Erreichbarkeit. Die nutzbare Fläche erstreckt sich über 30.000 Quadratmeter. Die Größe des Grundstücks bietet Entwicklungsmöglichkeiten in den nächsten Jahren. Mögliche Szenarien sind Brandsimulation, Atemschutzübung, technische Ausbildung und eine realistische Darstellung von CBRN-Einsätzen.

Zum Areal gehören Logistikhallen und ein Bürotrakt. „Die Lage im Industriegebiet ermöglicht eine nahezu uneingeschränkte Nutzung in Hinblick auf Betriebszeiten und Immissionsschutz“, sagt Martin Fallbrock.

Im Amt für Bevölkerungsschutz, Feuerwehr und Rettungsdienst werden aktuell bis zu 48 Brandmeisterinnen und Brandmeister und 27 Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter gleichzeitig ausgebildet. Im Bereich der Freiwilligen Feuerwehr sind es bis zu 48 neue Nachwuchskräfte in der Grundausbildung pro Jahr. Dazu kommen mehr als 1.000 Fortbildungen für die aktuell 412 hautamtlichen und 690 ehrenamtlichen Einsatzkräfte.

Aktuell finden die Aus- und Fortbildungen an drei Standorten im Stadtgebiet statt. Dabei kommt es zu Beeinträchtigungen. Die Räumlichkeiten reichen nicht aus. Die Fahrzeughalle ist zu klein. An zwei Standorten ist gar keine vorhanden. Außerdem gibt es keine ausreichenden Übungsaußenflächen.