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ADAC weiht nachhaltige Luftrettungsstation ein

24. August 2026

Foto: ADAC Luftrettung

Rockenhausen/Dörnbach (ADAC) – Die ADAC Luftrettung hat im rheinland-pfälzischen Rockenhausen/Dörnbach die erste nachhaltige Luftrettungsstation gebaut und erfolgreich in Betrieb genommen. Mit dem Neubau ist die Versorgung aus der Luft durch „Christoph 66“ (Typ H145) mindestens bis ins Jahr 2048 gesichert.

„Die Finanzierung solcher Projekte wird für gemeinnützige Organisationen wie die ADAC Luftrettung … immer schwieriger“, kritisierte Geschäftsführer Frédéric Bruder. Der Sparkurs des Bundesgesundheitsministeriums mit einem starren Kostendeckel sorge für eine dauerhafte Unterfinanzierung der Luftrettung und gefährde so die Notfallversorgung insgesamt. „Wir erwarten, dass der Gesetzgeber bei der Reform der Notfallversorgung im Herbst eine Öffnungsklausel für die medizinische Notfallrettung schafft“, forderte Bruder.

Eine der bundesweit größten Vergaben im Luftrettungsdienst

Planung und Umsetzung des Neubaus in Dörnbach waren Bestandteil einer europaweiten Ausschreibung des rheinland-pfälzischen Innenministeriums für den Luftrettungsstandort Westpfalz im Juni 2022. Sie schrieb ein Nachhaltigkeits- und energetisches Konzept vor. Mit einer Stationierung über einen Zeitraum von 25 Jahren handelte es sich insgesamt um eine der bundesweit größten Vergaben im Luftrettungsdienst. Die ADAC Luftrettung überzeugte das Gremium mit ihrem Konzept und setzte das schlüsselfertige Projekt in weniger als zwei Jahren um.

Die Station wurde mit Blick auf die lange Laufzeit mit einem Doppelhangar geplant. So kann mit einem zweiten Rettungshubschrauber bei Bedarf die Kapazität erhöht und auf Großschadensereignisse wie Naturkatastrophen schnell reagiert werden. Stationsgebäude und Hangar wurden in Holzbauweise gefertigt und Kunststoffe vermieden. Im Erdgeschoss befinden sich je ein Medizin- und Desinfektionsraum für die tägliche Arbeit der Crews sowie zwei Büroräume. Im Obergeschoß gibt es einen Schulungsraum für bis zu 30 Personen und zehn Ruheräume mit erhöhtem Schallschutz für Pausen zwischen den Einsätzen.

In Dörnbach sind drei Piloten der ADAC Luftrettung und ebenso viele Notfallsanitäter mit Zusatzqualifikation Winde (TC HHO) beschäftigt. 15 Notärztinnen und -ärzte von der Uniklinik Homburg und dem Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern komplettieren den Personalstamm. Das Einsatzgebiet umfasst die Stadt und den Landkreis Kaiserlautern, die Landkreise Kusel und Birkenfeld sowie den Donnersbergkreis. Für Patientenverlegungen wird der Helikopter in ganz Rheinland-Pfalz eingesetzt. Außerdem fungiert er als offizieller Intensivtransporthubschrauber des Saarlandes.

Der tägliche Rettungsbetrieb beginnt mit Sonnenaufgang (frühestens 7 Uhr) und dauert bis zum Sonnenuntergang. Alarmiert wird „Christoph 66“ von der Rettungsleitstelle Kaiserslautern. Bei Bedarf kann der Rettungshubschrauber in Zukunft auch in der Dämmerung oder Dunkelheit Einsätze übernehmen.


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