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MERP stärkt Zusammenarbeit von Polizei und Rettungsdienst

15. Juli 2026

Foto: LKA Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin (red) – Polizeiliche Einsatzlagen mit einer hohen Gefährdungslage, in denen der Rettungsdienst zur Versorgung Schwerverletzter nicht unmittelbar zum Einsatz kommen kann, sind selten. Dennoch ergeben sich für Einsatzkräfte daraus besondere Risikofaktoren. In den letzten Jahren hat sich die Sicherheitslage stark verändert. Terrorismus, Amoktaten, hybride Bedrohungen und Sabotage stellen die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) vor besondere Herausforderungen.

Vernetzte Zusammenarbeit in besonderen Einsatzlagen

Vor diesem Hintergrund sollen in Mecklenburg-Vorpommern Polizei, Rettungsdienst und Katastrophenschutz enger verzahnt und organisatorische wie medizinische Abläufe einsatztaktisch aufeinander abgestimmt werden. Ziel ist es, dass die „Räder Polizei und Rettungsdienst ineinandergreifen“, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung von DRF Luftrettung, Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern und DRK LV MV heißt. Das gelte vor allem in Lagen, in denen der Rettungsdienst aus Gründen der Eigensicherung nicht sofort tätig werden könne, zum Beispiel bei einer Amoklage.

Die medizinische Erstversorgung erfolgt in diesen Lagen durch Polizeikräfte, insbesondere durch die Rettungssanitäter der Landespolizei sowie durch die Einsatzsanitäter der Spezialeinheiten des Landeskriminalamts (LKA). Die Verletzten werden im Anschluss entweder aus dem Gefahrenbereich verbracht und an den regulären Rettungsdienst übergeben oder dieser übernimmt – nach endgültiger Beseitigung der Gefahrenlage – die Versorgung im inneren Einsatzraum.

Das Projekt MERP (Medizinische Einsatztaktik von Rettungsdienst und Polizei) knüpft genau hier an. Unter Koordinierung des LKA Mecklenburg-Vorpommern wird ein Qualifizierungs- und Kooperationsprojekt mit den Projektpartnern DRF Stiftung Luftrettung und dem DRK-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt. Das DRK und die DRF Luftrettung unterstützen als fachliche Partner sowohl am Boden als auch in der Luft.

Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren und läuft bis Ende Februar 2028.


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