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Siegen-Wittgenstein führt Sofortalarm ein

04. Mai 2026

Foto: iStock/jokuephotography

Siegen (SI) – Der Kreis Siegen-Wittgenstein (NRW) hat in seiner Kreisleitstelle einen sogenannten „Sofortalarm“ eingeführt. Damit können die Mitarbeitenden je nach gemeldeter Lage die Rettungskräfte schneller als bisher alarmieren.

Der Alarm wird ausgelöst, sobald von der Anruferin bzw. dem Anrufer die Fragen beantwortet worden sind, wo sich der Notfall befindet und was genau passiert ist. Weitere Angaben erhalten die Einsatzkräfte dann während der Anfahrt. Die Verantwortlichen im Kreis Siegen-Wittgenstein vermuten, dass sich auf diese Weise „bis zu 30 oder sogar 40 Sekunden“ einsparen lassen, heißt es in einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung.

Programmiert wurde die neue Funktion intern von Kollegen der Kreisleitstelle, inspiriert von einer ähnlichen Lösung, die für den Rettungshubschrauber „Christoph 25“ eingesetzt wird. Da dieser bis zum Abheben eine gewisse Vorbereitungszeit benötigt, wird die Besatzung bereits informiert, während der Notruf noch abgefragt wird. Jetzt besteht diese Möglichkeit, sie auch für Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge anzuwenden.

„Innerhalb der ersten 10 bis 15 Sekunden eines Notrufs wissen wir, wo der Notfall ist und ob der Einsatz auf die Entsendung eines Rettungswagens und eines Notarzteinsatzfahrzeuges hinausläuft“, sagt Thomas Tremmel, Kreisbrandmeister und Leiter des Amts für Brand- und Bevölkerungsschutz und Rettungswesen. „Dann können wir die Einsatzkräfte bereits auf den Weg schicken, wenn das sinnvoll ist.“

Seit seiner Einführung wurde der Sofortalarm bereits zwölfmal genutzt, teil die Kreisverwaltung mit. Die Entscheidung trifft der jeweilige Disponent. „Bei sehr dringlichen, lebensbedrohlichen Ereignissen setzen wir den Sofortalarm ein, wenn wir also wissen, dass eine Person beispielsweise nicht mehr atmet oder bewusstlos ist“, erklärt Tremmel.