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Feuerwehr-Gewerkschaft fordert Zulagen für Personal in Leitstellen

28. August 2026

Foto: iStock/Nando Vidal

Berlin (defeug) – Aufgrund zunehmender Belastungen in den Leitstellen fordert die deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (defeug), Landesverband Berlin – Brandenburg, Zulagen für die Mitarbeitenden in den Leitstellen.

„Die erhebliche Mehrbelastung in der Leitstelle wird seit Jahren ohne jede Kompensation ertragen. Täglich gehen tausende Notrufe bei unseren Kolleginnen und Kollegen ein. Einsätze werden angelegt, Einsatzmittel gelenkt und in vielen Situationen werden durch professionelle Anleitung am Telefon lebensrettende Maßnahmen eingeleitet“, so Manuel Barth, defeug-Vorsitzender des Landesverbands Berlin – Brandenburg.

Mit der Zulage für Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter im Rettungsdienst sowie der 5-Euro-Belastungspauschale wird seit Beginn der Rettungsdienstkrise die besondere Beanspruchung unserer Kolleginnen und Kollegen im Einsatzdienst finanziell anerkannt, schreibt die Gewerkschaft in einer Pressemitteilung. „Leider endet diese Anerkennung an der Tür der Fahrzeughalle. Insbesondere für die Beschäftigten in der Leitstelle fehlt bis heute eine vergleichbare Wertschätzung“, beklagt die defeug.

Das Notrufaufkommen und die Arbeitsverdichtung in der Leitstelle seien nachweislich massiv gestiegen. Störungsanfällige Technik verschärfe die Situation und bringe die Kolleginnen und Kollegen immer wieder an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Die Beschäftigten qualifizierten sich fortlaufend weiter und würden zusätzliche Verantwortung übernehmen, stießen im TV-L jedoch auf fehlende Entwicklungsperspektiven und mangelnde Anerkennung ihrer besonderen Funktionen.

Die Folgen seien aus Sicht der defeug längst spürbar: Erfahrene Beschäftigte verließen die Leitstellen oder wechselten in andere Bundesländer. Zurück blieben chronische Personalengpässe, ein dauerhafter Rekrutierungsbedarf und hohe Ausbildungskosten.