Gera (G) – Für die Notfallsanitäter-Auszubildenden der Berufsfeuerwehr Gera stand kürzlich ein besonderer Ausbildungstag auf dem Programm. Statt im Lehrsaal ging es an die Talsperre Zeulenroda. Hier wurden gemeinsam mit der Wasserwacht Zeulenroda-Triebes die Grundlagen der Wasserrettung und die Zusammenarbeit verschiedener Einsatzkräfte trainiert.
Ziel des Ausbildungstages war es, die theoretischen Kenntnisse unter möglichst realistischen Bedingungen praktisch anzuwenden. Gerade im Rettungsdienst können Einsatzsituationen am und im Wasser besondere Anforderungen an die Einsatzkräfte stellen.
Im Mittelpunkt standen die Ausrüstung und Arbeitsweisen der Wasserwacht. Die Auszubildenden konnten unter anderem Wasserrettungswesten, Rettungsbrett und Rettungsring kennenlernen und selbst praktisch ausprobieren. Auch weitere Ausrüstungsgegenstände und die persönliche Schutzausrüstung wurden vorgestellt.
Anhand verschiedener Fallbeispiele wurden zudem typische Erkrankungen und Verletzungen thematisiert, die beim Baden, Tauchen oder Wassersport auftreten können. Dabei ging es nicht nur um die medizinische Versorgung, sondern auch um die besonderen Bedingungen, unter denen Rettungsmaßnahmen am oder im Wasser stattfinden.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und Wasserwacht. Anhand konkreter Einsatzszenarien wurden Zuständigkeiten, die Kommunikation an der Einsatzstelle und die Übergabe von Patienten besprochen und praktisch trainiert. Auch die Sicherheit der Einsatzkräfte spielte eine zentrale Rolle. Denn Einsätze am Wasser bergen zusätzliche Gefahren, die bereits bei der Planung und Durchführung einer Rettungsmaßnahme berücksichtigt werden müssen.